festl.
Ratgeber

Am Ende fehlt Geld in der Kassa – die häufigsten Gründe

Es ist der unangenehmste Moment des ganzen Fests: Das Zelt ist leer, die Bänke sind gestapelt, und beim Kassensturz fehlt Geld. Nicht viel vielleicht, aber genug, dass es auffällt – und niemand weiß, wohin es verschwunden ist. Die gute Nachricht vorweg: In den allermeisten Fällen ist es kein Diebstahl, sondern eine Handvoll kleiner Alltagsfehler. Und die lassen sich fast alle vermeiden.

Kopfrechenfehler im Gedränge

„Drei Bier, zwei Spritzer und ein Almdudler" – und das um 23 Uhr, bei lauter Musik, mit einer Schlange davor. Unter Druck verrechnet sich jeder, und jeder Fehler geht mal zu euren, mal zu Lasten des Gasts. Über einen ganzen Abend summiert sich das. Der wirksamste Hebel dagegen ist, gar nicht erst im Kopf zu rechnen: antippen und die Summe stehen lassen. Genau das ist der Grund, warum es festl. gibt – und das Rechnen kostet nichts.

Rückgeld daneben herausgegeben

Der zweite Klassiker. Auf 20 Euro von 13,50 herauszugeben ist nüchtern einfach und im Trubel eine Fehlerquelle. Lasst das Rückgeld ausrechnen, statt es zu schätzen – dann stimmt zumindest diese Seite der Rechnung verlässlich.

Jeder Helfer rechnet ein bisschen anders

Der eine rundet zugunsten des Gasts ab, der andere „schenkt den Fünfziger her", der dritte kennt den neuen Bierpreis noch nicht. Einzeln ist das großzügig, in Summe ist es ein Loch in der Kassa. Abhilfe: eine einzige, verbindliche Preisliste, die für alle gilt und die alle sehen – auch die, die erst um neun eingesprungen sind.

Kein Anfangsbestand notiert

Wenn niemand aufgeschrieben hat, wie viel Wechselgeld zu Beginn in der Kassa lag, ist jede Differenz am Ende unerklärbar – ihr wisst schlicht nicht, ob etwas fehlt oder ob nur der Startbetrag anders war als gedacht. Deshalb: Anfangsbestand vor dem ersten Verkauf notieren. Das kostet dreißig Sekunden und macht den Kassensturz überhaupt erst aussagekräftig.

Kein Soll zum Vergleichen

Das ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird. Am Ende zählt ihr das Bargeld – aber gegen welche Zahl vergleicht ihr es? Ohne eine Mitschrift dessen, was kassiert wurde, gibt es kein Soll, und ohne Soll ist „es fehlt was" nur ein Bauchgefühl. Wer die Runden während des Abends mitschreibt, hat am Ende einen klaren Sollstand: So viel muss drin sein. Die Differenz zum gezählten Geld ist dann eine konkrete Zahl, der man nachgehen kann.

Ehrlich an dieser Stelle: Das Mitschreiben und der fertige Sollstand sind bei festl. der kostenpflichtige Teil – das Fest-Paket. Das Rechnen und Rückgeld an der Schank bleibt gratis; bezahlt wird nur die Antwort auf die Frage, wie viel am Ende in der Kassa liegen muss.

Trinkgeld und Freigetränke nicht vermischen

Trinkgeld, Freirunden für die Helfer und verkaufte Getränke landen leicht im selben Topf – und dann sieht die Kassa aus, als würde etwas fehlen, obwohl nur umverteilt wurde. Legt vorher fest, wie ihr damit umgeht, und haltet es getrennt.

Unterm Strich: Die meisten „verschwundenen" Euros sind gar nicht verschwunden, sondern nur nie sauber erfasst worden. Mit klaren Preisen, notiertem Anfangsbestand und einem Sollstand zum Vergleich wird aus dem mulmigen Gefühl am Ende des Abends eine Zahl – und Zahlen kann man erklären.